Willkommen

Willkommen bei der Christoph und Stephan Kaske Stiftung!

Die Stiftung befasst sich mit der Förderung von zeitgenössischer
Musik und Komposition im Gedenken an Stephan und Christoph Kaske.

Jährlich wird ein Stiftungspreis verliehen, der herausragende Leistungen in diesem Bereich auszeichnet. Die Auswahl erfolgt durch ein Kuratorium.


Neuigkeiten
21.12.18: Juke Boxx NewMusic Award 2018 geht an Alexander Derben

Zum vierten Mal haben die neue musikzeitung und die Christoph und Stephan Kaske Stiftung den JukeBoxx-NewMusic Award ausgeschrieben. Der Preis richtet sich an Komponistinnen und Komponisten, Künstlerinnen und Künstler im Bereich der klassischen Gegenwartsmusik (E-Musik) und Medienkunst.

 

Der JukeBoxx NewMusic Award 2018 geht an den Gitarristen, Komponisten und Videokünstler Alexander Derben für seine Arbeit „Wasserwerk“.


Jurybegründung:

Alexander Derben, geboren am 18.12.1966, ist Gitarrist, Komponist und Videokünstler.

Er leitet das Freie Tonstudio Bremen und ist seit 2014 Leiter der Konzertreihe „Space Attack“, jüngst in Kooperation mit dem Atelier für Neue Musik im Rahmen der Bremer Hausmusikwoche, HfK Bremen. Aktuell unterrichtet er an der Musikschule Bremen (Fachbereich Computermusik) im Rahmen des Bundesweiten Bildungsprojektes „Kultur macht stark“.

 

Alexander Derbens Komposition „Wasserwerk“ basiert auf Slow Motion-Videoaufnahmen eines mit Wasser bespülten Glases sowie einer Zeitrafferaufnahme von vorbeiziehenden Wolken. Für die musikalische Umsetzung kam ausschließlich ein präpariertes Klavier zum Einsatz, dessen mit Sticks und Mallets gespielte Klänge im Granularsyntheseverfahren zu einer audiovisuellen Komposition verarbeitet wurden.

 

„Wasserwerk“ ist Teil eines fünfteiligen audiovisuellen Werks mit programmatischem Inhalt: Das Gesamtkonzept bezieht sich auf die Lehre der 5 Elemente, die daoistische Theorie zum Lebenskreislauf in der Natur. Die suggestive Musik ist bezogen auf das außermusikalische Thema und wird detailreich ausgearbeitet. Die Geräusche der Aufnahmen wurden teilweise in der Komposition musikalisch verwertet, der Bildschnitt folgt häufig der Musik. Derben erzielt dabei mit geringem technischem Aufwand hohe filmische Qualität. Alle Videobilder sind mit einem iPhone 8 in 1080p aufgenommen, meist im Slow Motion Modus. Das eingesetzte Instrument war ein präpariertes Klavier von Wilhelm Biese (Bj. 1925), überwiegend perkussiv bespielt.

 

Derben überzeugte die Jury durch seine eigenständige, poetische Arbeit, die von feiner Dynamik in Schnitt und Komposition geprägt ist. Sein Werk ist trotz komplexer Machart sowohl dem zusehenden Musiker als auch dem hörenden Videokünstler zugänglich. Die visuellen Effekte sind teils gängig, teils überraschend. Musik und Video entwickeln sich gleichberechtigt und in so stimmiger Verknüpfung, dass die Jury ihm dafür einstimmig den JukeBoxx NewMusic Award 2018 verlieh.


München, den 6. Dezember 2018
Minas Borboudakis, Konstantia Gourzi, Manuela Hartel, Katharina Herkommer, Andreas Kolb

 

jukeboxx-newmusic.net

 

02.11.17: Stiftungspreis 2017 geht an ANNA KORSUN

 

Komponistin Anna Korsun mit Preis der
Christoph und Stephan Kaske Stiftung ausgezeichnet

 

München – Die Komponistin Anna Korsun ist die diesjährige Preisträgerin der Christoph und Stephan Kaske Stiftung. Der Preis wurde am Donnerstag Abend bei einer Gala im Künstlerhaus am Lenbachplatz verliehen.

 

Die Stiftungsbeiräte Konstantia Gourzi, Minas Borboudakis, Theo Geissler und Andreas Kolb haben sich für die 31-jährige Ukrainerin als Preisträgerin entschieden, »weil sie im Zeitalter von Konzeptkunst, Media Art und Performance ihren persönlichen musikalischen Weg geht«. Mithilfe ihrer Musik habe die Preisträgerin in einer vorwiegend visuell wahrgenommenen Welt den Fokus wieder auf das »sinnliche Hörerlebnis« gelenkt und somit »rehabilitiert«.

 

Anna Korsun ist aktive Komponistin und Interpretin und tritt immer wieder als Sängerin und Pianistin in Erscheinung. Mehr noch: Als Veranstalterin verhilft sie nicht nur dem Eigenen, sondern auch der Musik von Anderen zur Aufführung. Anna Korsun war Mit-Veranstalterin der Konzertreihe »Evening of Low Music« in München, der Konzertserie »6+1« für neue Vokalmusik in Moskau und Kiew sowie der Konzertserie für Orgelmusik »Ereignishorizont« in der Kölner Kunst-Station Sankt Peter.

 

Komponieren ist für Anna Korsun das Gestalten von Klängen bis hin in die feinsten Schattierungen zwischen den Tönen. Über 50 Werktitel – darunter Symphonien, Kammermusik und viel Vokalmusik – bieten über 50 individuelle Zugänge zu aktuellen Fragen an Material und Form. Betrachtet man Anna Korsuns Oeuvre genauer, fällt auf, dass sie oft aus einer einfachen musikalischen Idee, einer einzigen thematischen Aufgabenstellungen ein hochkomplexes Werk entwickelt.

 

Die hervorragende Machart ihrer Musik wird aber nie zum Selbstzweck – Anna Korsun überzeugte die Jury vor allem auch deshalb, weil sie ihre Hörer mit ihrer musikalischen Rede tief bewegt und in den Bann zieht.

 

 

 

 

 

 

07.11.2016: Preisverleihung des Stiftungspreises 2016 an Georges Aperghis

Die Preisverleihung der Kaske Stiftung 2016 findet
am am 7. November 2016 im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz statt.

 

Der diesjährige Preisträger ist Georges Aperghis. Die Preisverleihung ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Es spielen das Trio Coriolis (Heather Cotrell, Klaus Peter Werani, Hanno Simons) und Julia Mihály (Vokalsopran).

 

Klarenz Barlow präsentiert zwei Stücke der Computermusik, (Still Life und 13C2=Stephan), die über die vergangenen Jahre von Curtis Roads und Klarenz Barlow basierend auf den ursprünglichen Kompositionen Stephan Kaskes weiterentwickelt und zu den Stücken (Still Life und 13C2=Stephan) komponiert wurden.

 

Es sprechen Dr. Joachim Kaske (Begrüßung), Minas Borboudakis (Laudatio auf Georges Aperghis), Konstantia Gourzi (Preisverleihung), Georges Aperghis (Danksagung), und Klarenz Barlow (Präsentation und Erklärungen zu Still Life und 13C2=Stephan)


Stiftungszweck

Die Christoph und Stephan Kaske Stiftung ist eine gemeinnützige Münchner Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Musik und Kunst. Sie besteht seit 1988 und wird von einem Stiftungsrat und einem Stiftungsvorstand geführt.

Präambel
Im Gedenken an ihre beiden Söhne Christoph und Stephan und im Bestreben, deren Liebe zur Musik zu erhalten, errichteten Karlheinz und Christiane Kaske eine Stiftung zur Förderung der Musik und ihrer Weiterentwicklung.

Destinäre der Stiftung sollen vor allem hochbegabte, junge Musiker sein. Förderungswürdigkeit und Förderungsbedürftigkeit sollen bei der Vergabe von Preisen und Ausbildungsstipendien im Vordergrund stehen.

Auch besondere Projekte des Musiklebens, an denen Nachwuchskräfte mitwirken, können von der Stiftung gefördert werden.
Zweck der Stiftung
Die Stiftung dient der Förderung von Kunst und Kultur. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts »Steuerbegünstigste Zwecke« der Abgabenordnung.

Der Stiftungszweck wird insbesondere durch die Vergabe von Förderungsmitteln in Form von Stipendien und Preisen an hochbegabte Musiker sowie die Unterstützung von künstlerischen Projekten verwirklicht.

Die Stiftung kann ihre Mittel auch anderen steuerbegünstigten Körperschaften des bürgerlichen oder des öffentlichen Rechts zur Verfügung stellen, wenn diese damit Maßnahmen nach Satz 1 und 2 fördern.
Lebenslauf
Stephan Kaske (*1962 Deutschland,+1985 Spanien) hat mit dem Studium der Musik in einem jungen Alter begonnen.

Er studierte Klavier bei Prof. N. Taneda an der Hochschule für Musik in Karlsruhe (1971), schrieb seine ersten Kompositionen 1976 und studierte Klavier bei Prof. Ludwig Hoffmann an der Musikhochschule in München von 1978 bis 1981.

Er studierte Musikwissenschaft, Komposition, Literatur und Philosophie in München und Darmstadt. Von 1982 bis 1984 nahm er Unterricht in Informatik an der TU Berlin und komponierte am Computer Music Studio in Salzburg. Im Sommer 1982 war er Mitglied der Gruppe Computer Sound Synthesis am MIT.

Stephan Kaske war Gründungsmitglied und Vorstand von CAAIM (Computer Aided Arts Initiative Munich). Er gab unter anderem privat Klavier und Kompositionsunterricht. 1983 und 1984 kehrte er für einige Monate an das MIT zurück. Er arbeitete als Redakteur beim Computer Music Journal in München 1984–1985 und organisierte die »KLANGAKTION«, Konzert der Computermusik im Münchner Opernhaus im Oktober 1984.

STIFTUNGSRAT

Dr. Joachim Kaske, Johannes Kaske, Dagmar Kaske, Christiane Kaske

Stiftungsvorstand

Ilona Ramstetter, Katharina Kaske

Stiftungsbeirat

Konstantia Gourzi, Minas Borboudakis, Theo Geissler, Andreas Kolb

: Sur Incises